Jede Rasse braucht so genannte Großzüchter. Mit einem breiten Stamm von Zuchthunden und frei nach dem Motto "Versuch macht klug" können sie ganz anders agieren als kleine Züchter. Viele "Großzüchter" haben so die heutigen Rassen FCI-weit geprägt und durch ihre züchterische Begabung und eine gewisse Risikobereitschaft erst so weit nach vorne gebracht. Wir haben uns jedoch entschieden, eine kleine Zuchtstätte sein zu wollen. Nach dem Motto "Gesundheit, Intelligenz, Leistungsfähigkeit, ...Schönheit" von Dr. Dieter Fleig hoffen wir, den Teckel trotzdem in die richtige Richtung zu führen. Unsere Hunde sind Familienmitglieder, die ausschließlich im Haus gehalten werden. Wir sind der Meinung, dass sie nur so die ganze Bandbreite von Verhaltensmerkmalen entfalten und zeigen können (positiv wie negativ). Eine reine Zwingerhaltung einzelner Hunde lehnen wir ab. Im Meuteverband ist sie zu dulden. Da wir nur drei-vier Hunde halten wollen, ist deren Auswahl von größter Wichtigkeit. Wir würden uns nur dann von Hunden trennen, wenn sie Wesensmängel aufweisen oder jagdlich völlig untauglich sind. Somit wären sie in unseren Augen für die Zucht gänzlich ungeeignet, da der Teckel laut FCI-Standard Nr. 148 ein "...flinker Jagdhund" sein soll. Deshalb liegt das Hauptaugenmerk unserer Zucht auch auf dem Jagdgebrauch. Wir können es nicht besser ausdrücken als Major Heber: "Nicht die Rasse, sondern die Zuchtauswahl aus ihr, ist die Bürgschaft für höchste Form und beste Leistung". Daher zeichnen sich unsere Hündinnen durch ein sehr hohes Leistungsniveau im Jagdbebrauch aus. Sie stehen im ständigen Einsatz auf Drückjagden, Baujagd, sowie bei der Nachsuche auf krankes Schalenwild. Besonderen Wert legen wir auf gute Nase, hohe Passion und sehr guten Spurlaut. So ist es unser Ziel, dass auch die Nachkommen Teckel mit hoher Arbeitsveranlagung, einem festen Nervenkostüm sowie freundlichem Wesen sind, die selbstverständlich und in erster Linie gesund sein sollen.

Bei der Wahl der Deckrüden verlangen wir neben den bereits genannten Eigenschaften die bedingungslose Härte am Raubwild. Dafür sind wir bereit, Rüden in ganz Europa zum Decken zu nehmen. Dabei gilt: die Hunde sollten sich auf Prüfungen und müssen sich in der Praxis bewährt haben. Das kann man allerdings nur dann anwenden, wenn man den Teckel selbst in der Praxis gesehen hat, oder sich der Ehrlichkeit des Besitzers sicher ist.

Nach unserer Meinung sind Hunde nur bei optimaler Ausnutzung der Prägungsphase und der Anlagen in der Lage, ihr volles Leistungspotential zu erreichen. Deshalb ist es unser Wunsch, die Welpen an passionierte Führer abzugeben, damit sie später einmal dem gerecht werden, wofür wir sie gezüchtet haben: Geliebter Familienhund und des Jägers ständiger Schatten. Aus diesem Grund geben wir unsere Welpen nur an Jäger und nur mit Familienanschluss ab. Ein späteres Prüfung führen ist natürlich kein Muss, der praktische Einsatz jedoch schon. Selbstverständlich unterstützen wir unsere Welpenkäufer bei der Ausbildung ihres Hundes gerne und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Neben der jagdlichen Leistung ist es uns ein Anliegen formwertlich korrekte Hunde zu züchten.

Um so zu züchten, ist gewiss eine finanzielle Opferbereitschaft notwendig. Außerdem muss eine Menge an Zeit investiert werden. Entgegen landläufiger Meinungen tragen hierbei die Einnahmen allenfalls die Kosten. Deshalb muss man als "richtiger" Hundezüchter auch ein Idealist und mit ganzem Herzblut dabei sein. Daher übernehmen wir für ein Leben lang die Verantwortung für die Hunde, die durch unser Wollen entstanden sind.

Dabei ist der größte Lohn für die Mühe die vielen Anrufe, gespickt mit Erzählungen über unsere Nachzucht. Mal ist es eine gestellte Sau, mal ein abgewürgter kranker Fuchs, mal ein Ausstellungserfolg. Mal sind es auch lustige Anekdoten, wie das Leben sie schreibt. Und so oft erkennen wir unsere eigenen Hunde in ihren Kindern wieder. Wie schön, zu wissen dass sie in ihnen weiterleben...